Hundeauslaufgebiete und Hundeplätze in Berlin

 
Hundeauslaufgebiete Hundeplätze Berlin
 

 

Beitrag im Stadtführer für Hunde, Fred & Otto zum Thema Freilauf für Berliner Hunde

Jeder Berliner Hundehalter kennt das Problem. Hunde sind in “1. Öffent-lichen Grün- und Erholungsanlangen, 2. in Waldflächen, die nicht an den Zugangswegen durch besondere Schilder ausdrücklich als dafür frei- gegeben gekennzeichnet sind (Hundeauslaufgebiete) […] an einer höchstens zwei Meter langen Leine zu führen.” So schreibt es das Berliner Hundegesetz vor. Die grün umrandeten, dreieckigen Schilder mit der Tulpe, die entsprechende Anlagen kennzeichnen sollen, finden sich im Grunde selbst am kleinsten Stückchen Grün. Glücklicherweise gibt es im innerstädtischen Bereich 17 von der Stadt gestellte Flächen, sowie einige von Hundefreunden organisierte, auf denen der Hund legal ohne Leine laufen darf. Diese Hundefreiläufe sind in der Regel eingezäunte Hundeplätze für Hunde, die den Kontakt zu anderen Hunden mögen und gerne spielen.

 

 

 

Und dann gibt es da noch die richtigen Hundeauslaufgebiete. Für jene Hunde, die mit Hundespielplätzen nichts anfangen können und die tatsächlich gerne laufen. Die Hundeauslaufgebiete finden sich vorrangig in den Berliner Forsten und eignen sich für längere Spaziergänge ohne Leine. Das Gebiet in Arkenberge beispielsweise erfreut sich dank seiner Felder und Wiesen großer Beliebtheit. Der Blick kann ein wenig schweifen und es gibt einen kleinen Kanal für den Badespaß zwischendurch. Das bekannteste und gleichzeitig größte zusammenhängende Hundeauslaufgebiet befindet sich im Grunewald. Wer es lieber etwas einsamer bevorzugt, sollte die Badestelle am Grunewaldsee und die Wege rund herum am Wochenende und bei schönem Wetter besser meiden. Wildschweine sind zu bestimmten Jahreszeiten ein weiterer Faktor, den es zu beachten gilt. Ungewöhnlich für ein größeres Hundeauslaufgebiet ist eine Umzäunung, wie man sie in Düppel zwischen dem Pohle- und dem Stölpchensee vorfindet. Für Hundehalter, die noch am makellosen Rückruf ihres Hundes arbeiten sicher von Vorteil. Und auch hier darf geplanscht werden. Das Freilaufgebiet Nikolskoe bietet einen direkten Blick auf die Pfaueninsel und ein hundefreundliches Restaurant für die kleine Pause. Ein Waldgebiet, über das man Hundebesitzer seltener sprechen hört, befindet sich im Stadtpark Spandau. Nicht zu überlaufen und in einem schönen Mischwald gelegen, befindet sich auch hier eine kleine Badestelle für die heißen Tage, sowie eine Hundewiese zum Flitzen. Eine Möglichkeit zum Baden für Vierbeiner gibt es außerdem im Auslaufgebiet Pichelswerder. Unter den besten tummelt sich zudem das weitläufige Gebiet im Forst Jungfernheide, das sich wirklich für ausgedehnte Spaziergänge eignet. Das Rudower Fließ in Neukölln ist kein offizielles Hundeauslaufgebiet, wird aber gerne genutzt. Bei Unsicherheiten lohnt es sich, die Schilder vor Ort genau zu beachten. Eine Grauzone in Punkto Hundefreilauf ist das an Kleingärten angrenzende Gebiet am Ende der Norwegerstraße in Pankow. Als Hundeauslaufgebiet in Planung wird es jetzt schon rege genutzt, ist aber noch nicht offiziell als solches zu sehen.
In allen Hundeauslaufgebieten gelten selbstverständlich die gängigen Benimmregeln für Hund und Halter. Auf Spaziergänger ohne Hund aber auch auf andere Hundehalter und sonstige Nutzer der Erholungsgebiete ist in jedem Fall Rücksicht zu nehmen. Im Grunde ganz einfach: Je besser sich Hund und Mensch benehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hunde weiterhin in diesen wunderbaren Gebieten geduldet werden oder so gar noch weitere hinzukommen. Denn im Vergleich zu Haltern im brandenburgischen Umland, haben die Berliner ausgesprochenes Glück. Dort herrscht im gesamten Waldgebiet und in vielen Kommunen großflächig Leinenzwang und so haben es die Berliner Stadthunde streckenweise sogar besser als ihre Kollegen auf dem Land.

 

 
 
Posted on May 15, 2013 and filed under Alltag mit Hund.